Das Problem mit dem Denken

Wir sind als Menschen mit der Gabe ausgestattet worden, ein eigenes aktives Bewusstsein zu haben und besitzen die Fähigkeit zu denken. Schon seit Jahrtausenden haben sich unser animalischer Trieb und unsere Instinkte mit dem Denken vereinigt, um effizienter, logischer und klüger zu agieren. So kamen wir dadurch auf die Idee Werkzeuge und Waffen herzustellen, mit denen wir unsere von Natur aus, eher mittelmäßige Stärke und unseren Rang in der Nahrungskette der Biologie kompensieren konnten, sodass es bald schon möglich waren, uns vollkommen überlegenen Kontrahenten wie dem Mammut oder dem Bären zu stellen. Mit Erfolg! Durch unser Denken erzielten wir im Laufe der Jahre immer bessere Ergebnisse für den Homo Sapiens, sodass wir mittlerweile das uneingeschränkt stärkste Tier auf der Erde sind. Ob es positiv war, dass wir uns so enorm entwickeln konnten ist eher fragwürdig, doch es ist ein Fakt, dass wir ohne der Fähigkeit des logischen Denkens nie so weit gekommen wären.

Um damals zu überleben und in der Nahrungskette aufzusteigen war unsere kognitives denken von Vorteil, doch wie ist es mittlerweile? Wie nutzen wir unser Denken und ist es wirklich etwas Positives, die Möglichkeit dazu zu besitzen? Das kann man durchaus anzweifeln, da unsere Art des Denkens im Großteil nur noch schädigend auf uns wirkt und wir verlernt haben was es heißt im Einklang mit der Natur und der vollkommenen Hingabe zum Sinnlichen zu sein.

Die Gedanken, die uns täglich beschäftigen sind fast ausschließlich Negative. Wie kann ich meine Stromrechnung bezahlen, warum ist das Wetter wieder so schlecht und weshalb ist mein Leben nur so verkommen? Was ist überhaupt der Sinn des Lebens? Mit diesen Beispielen möchte ich aufweisen, was wir verlernt haben durch unsere Lust an negativen Gedanken, die mit zunehmender Intelligenz noch tragkräftiger für unseren Geist werden und sich immer mehr häufen. Durch diese Flut an negativen Assoziationen mit der Realität leiden wir immer häufiger an Depressionen, Melancholie oder einer Sinnkrise.

Sie haben de fakto nichts Positives und sind deshalb irrelevant. Wir sollten uns nicht mit negativen Gedanken beschäftigen, die uns bewusst traurig und schlecht gelaunt machen, da daraus kein seelischer Profit entstehen kann. Es ist zur Sucht verkommen, anzunehmen, dass das eigene Leben schlecht sei und man im Leben nichts erreicht hat. Diese Gedanken suggerieren unserem Unterbewusstsein, dass das als wahr sei und hindern uns daran voran zu kommen, sie hindern uns daran unser Leben grundlegend in positiven Zügen zu verändern. Selbstverständlich kann man in Eigenmitleid versinken und seine Zeit auf Erden damit verbringen, sein Leben zu verteufeln, doch es ist vollkommen paradox, wenn man genau darüber nachdenkt. Wir denken, dass unser Leben keinen Sinn macht und wir bemitleiden uns selbst, da wir einer schlechten Arbeit, einer schlechten Freizeitbeschäftigung und generell einem schlechten Alltag nachgehen, anstatt etwas tatkräftig zu ändern. Was bringt es im Unglück zu versinken, wenn man mit ein bisschen Mut zur Veränderung ein komplett neues Leben bewirken kann? Das positive Denken sollte immer im Fokus stehen, auch wenn die Zeiten und Umstände anderes übermitteln macht es für unser eigenes Individuum keinen Sinn unsere wertvolle Zeit damit zu verbringen, wenn wir stattdessen einfach leben können!

Es gibt die eine Art Mensch in unserer, ach so verwöhnten Gesellschaft die ihren Leid und ihre negativen Gedanken in Depression und Kummer umwandeln und diese Art, die die Fähigkeit des Denkens vollkommen ignorieren wollen, da auch sie, resultierend durch ihr mangelndes Selbstbewusstsein und ihre negative Einstellung. Sie nutzen Alkohol und Drogen für das Abschalten ihres Gehirns, um bewusst die Gedanken die sie hegen einfach wegzutrinken, dass das Ganze nur temporär ist, ist den Meisten vollkommen egal, solang sie genau in diesem Moment nicht ihr Gefühl des Kummers und der Melancholie mit sich herumschleppen müssen.

Wir schön wäre es, wenn wir unsere Gedanken filtern könnten, sodass sich die Guten herauskristallisieren und die schlechten verborgen und unbeachtet bleiben. Nehmen wir ein Beispiel. Du läufst mit deinem Hund über eine Wiese mit einem Bach, darunter ist ein kleiner Fluss und die Blätter fliegen mit einer sanften Briese Herbstwind von den Bäumen. Der Hund genießt den Moment, ist glücklich Bewegung zu bekommen und erfreut sich an der frischen Luft und der angenehmen Atmosphäre, die durch die Vogelserenaden noch berauschender wird. Du währenddessen, denkst an die Stromrechnung, die du bezahlen musst und an den Lobbyismus in der Politik und in der kapitalistischen Gesellschaft. Vielleicht möchtest du auch nur so schnell wie möglich wieder nachhause, um die dem Abendprogramm im Fernsehen zu widmen, um dort fiktionale Geschichten zu erleben und dich von deinem ach so schrecklichen Leben abzulenken. Doch dir fällt nicht auf, wie wunderschön der Moment ist, den du eben mit deinem Hund erlebst an einem wunderschönen Herbsttag in der Natur.

Wir müssen uns wieder auf die wichtigen Dinge im Leben fokussieren und diese zum Mittelpunkt unseres Lebens machen, ansonsten kommen wir aus unserem Loch des Kummers nicht mehr heraus und bleiben für ewig darin gefangen und gestalten unser Leben somit genauso, wie wir es nicht sollten.

Jeder Mensch sollte es sich zum Ziel machen, sich Zeit für sich zu nehmen und die Gedanken in gute und schlechte zu kategorisieren, die Guten sollten behalten und die schlechten aussortiert werden.

Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist Geheimnis, und jeder Augenblick ein Geschenk.

Ina Deter

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