Die technologische Singularität

Die technologische Singularität ist weniger ein technischer Fakt oder eine gewisse Eigenschaft. Es ist eine Theorie der Zukunftsforschung, die einen Zeitpunkt prognostiziert, an dem die künstliche Intelligenz die menschliche Intelligenz übertreffen wird und sich exponentiell immer weiter verbessern wird. An diesem Punkt wird gewarnt, dass die Menschheit bei dem potentiellen Auftreten dieses womöglich bald kommenden Ereignisses in großer existentieller Gefahr wäre. Es wäre die letzte Erfindung, die die Menschheit je machen würde, da ab diesem Zeitpunkt jede künftige Erfindung von Maschinen entwickelt werden würde.

Diesen Beitrag werde ich in die technische Sparte einordnen, da er viel mit Technik und Wissenschaft zu tun hat. Des Weiteren werde ich auf eine Randfrage dieser Theorie zu späterem Zeitpunkt eingehen, den ich hier schon einmal prophylaktisch verlinken werden. „Was definiert menschliche Intelligenz?“

Zum Beginn stelle ich den Inhalt der These da und zeige erste Gedanken zu diesem Thema auf, die von verschiedenen Wissenschaftlern geäußert wurden, sowie in einigen Science-Fiction Filme. Später gehe ich auf die Wahrscheinlichkeit des Auftretens ein und was es für die Menschheit bedeuten könnte.

Inhalt der Theorie

Seit dem Beginn des menschlichen Erfindertums hat sich das Wissen und das Verstehen unserer Umwelt in verschiedener Hinsicht permanent gesteigert und im technischen Bereich können wir seit der Erfindung der Computer, zurückzuführen auf etliche Pioniere dieses Gebietes wie Konrad Zuse, Charles Babbage, Seymour Gray oder William C. Norris erstaunliche Fortschritte quasi in Echtzeit miterleben. Das von seinem Namensgeber Gordon Moore formulierte „Mooresche Gesetz“ beschreibt beispielsweise das exponentielle Wachstum der Rechenleistung eines Computers anhand der Anzahl Transistoren in einem integrierten Schaltkreis. Der rasanten Entwicklung von Computern steht die konstante gleichbleibende Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns in einigen Bereichen gegenüber.

Die menschliche Rechenleistung wird je nach Experten auf 100- 10.000 Teraflops geschätzt, wobei der derzeit leistungsstärkste Supercomputer „Piz Daint“ circa 21.000 Teraflops leisten kann. FLOPS ist kurz für „Floating Point Operations Per Second“ und bezeichnet die Anzahl ausführbarer Rechenoperationen pro Sekunde. Dazu muss man bedenken, dass zum individuellen Gehirn des Menschen ein potentielles kollektives Schwarmsystem aus massenhaft vielen Computeranlagen existiert und in verstärkter Form künftig existieren könnte. Bis ein normaler Computer diese Leistung erreicht dauert es allerdings noch ein paar Jahre doch auch diese Schätzungen sind nicht weit entfernt.

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Erwähnungen in der Geschichte.

Die erste bekannte Erwähnung des Konzepts der technologischen Singularität geht auf den polnisch- US-amerikanischen Mathematiker Stanislav Ulam zurück der sagte „„Ein Gespräch drehte sich um die stete Beschleunigung des technischen Fortschritts und der Veränderungen im Lebenswandel, die den Anschein macht, auf eine entscheidende Singularität in der Geschichte der Menschheit hinauszulaufen, nach der die Lebensverhältnisse, so wie wir sie kennen, sich nicht fortsetzen könnten.“

Auch der Statistiker Irwin John Good war sich sicher, dass „Eine ultraintelligente Maschine, die intellektuelle Fähigkeit jedes Menschen, bei weitem übertreffen kann. Die erste ultraintelligente Maschine ist also die letzte Erfindung, die der Mensch zu machen hat.“

Der eher dystopisch angehauchte Autor und Mathematiker Vernor Vinge sprach in den 80er Jahren erstmals von einer „Singularität“ und zeigte in verschiedenen Sagen wie dem Realzeit- Zyklus und den Tiefe-Romanen, wie diese Singularität einen fundamentalen Paradigmenwechsel des Lebens hervorrufen könnte.

Weitere populäre Science- Fiction Filme sind zum Beispiel Matrix, I Robot, 2001- Space Odysee oder Terminator in denen immer eine ultraintelligente künstliche Intelligenz zu den Haupt Prota- oder Antagonisten gehört.

Ein Leben mit der technologischen Singularität

Wir haben schon so vieles in unserem Universum entdeckt und bilden uns ein, wir hätten ein gutes Verständnis von unserem Umfeld. Sind mit physikalischen Gesetzen vertraut, haben allumfassende Studien in der Biologie betrieben und sind allgemein mit unserem Wissen nicht mehr mit einer vergangenen Generation an Menschen verwandt, die vor mehreren tausend Jahren gelebt haben. Doch das alles, dass wir gedenken zu wissen, das könnte sich womöglich in absehbarer Zukunft in die Größe einer Erbse in metaphorischem Sinne verwandeln, wenn eine Intelligenz auf das Spielfeld tritt, die, der des Menschen um Meilen voraus ist. Und sie bleibt nicht nur Meilen voraus, sondern entwickelt sich immer weiter bis die Distanz zu unserem Wissen nur noch in Lichtjahren zu berechnen ist. Große Geheimnisse wie der Alterungsprozess, der Ursprung unseres Lebens, das Mysterium des Universums oder das unendliche Leben sind vielleicht bald genauso lösbar wie physikalische Probleme, an denen menschliche Wissenschaftlicher seit Jahrzehnten arbeiten. Beispielsweise bisher unerklärbare Rätsel wie die kosmische Strahlung, schwarze Löcher, Eine potentielle Multidimensionalität der Erde und der daraus resultierenden String Theorie oder die unglaubliche Welt der Quantenphysik und die Frage nach Materie. Fragen, die für den Menschen bisher nicht zu beantworten sind und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht in diesem Jahrhundert zu einer Antwort finden wird. Doch künstliche Intelligenz stoppt nicht, sie hat keine Grenze an Wissen

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Raymond Kurzweil, ein Autor, Erfinder und Pionier im Nachdenken über Themen wie Transhumanismus oder eben die technologische Singularität schreibt dazu „Wenn wir die gesamte Materie und Energie des Weltalls mit unserer Intelligenz gesättigt haben, wird das Universum erwachen, bewußt werden – und über phantastische Intelligenz verfügen. Das kommt, denke ich, Gott schon ziemlich nahe.“

Man kann durchaus sagen, dass viele Menschen den Traum nach der Gottwerdung des Menschen haben und fasziniert von dem Gedanken der „phantastischen Intelligenz“ ist, doch die Frage die wir uns stellen sollten ist die, ob wir wirklich Gottesähnlich werden sollten oder ob es am Ende nicht unser Ruin sein wird.

Viele Philosophen und Kritiker der steigenden Fähigkeit der künstlichen Intelligenz sind der Meinung, dass wir diesen Schritt nicht gehen sollten. Wir sollten es nicht so weit kommen lassen, dass eine technologische Singularität zur Realität wird. Die philosophische Frage nach dem Sinn einer künstlichen Intelligenz bezogen auf die ganze Menschheit und die Frage wir groß die Risiken sind und ob eine Superintelligenz wirklich der nächste evolutionäre Schritt nach dem Menschen ist und damit das Zeitalter des Menschen besiegelt ist eine sehr große und von hoher Wichtigkeit für den weiteren Verlauf der Zukunft.

Da ich fasziniert und voller Neugier auf diese Frage bin und gerne versuchen werde sie zu beantworten, trotz der möglichen Unmöglichkeit einer korrekten logischen Beantwortung dessen werde ich mich in der philosophischen Seite dieses Projektes damit beschäftigen und versuchen zu einer Antwort zu kommen. Bis auf Weiteres kann man sagen, dass die technologische Singularität vielleicht zu diesem Zeitpunkt noch fiktiv und futuristisch sein mag, doch in naher Zukunft eine Chance der Realisierung dessen definitiv besteht was beängstigend und faszinierend zu gleich ist.

2 Kommentare zu „Die technologische Singularität

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